Soziale Befreiung http://sbefreiung.blogsport.de Für die revolutionäre Selbstaufhebung des Proletariats! Sat, 16 Oct 2021 22:44:34 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Annonce: 1921-2021: 100 Jahre parteifeindlicher Kommunismus http://sbefreiung.blogsport.de/2021/09/19/annonce-1921-2021-100-jahre-parteifeindlicher-kommunismus/ http://sbefreiung.blogsport.de/2021/09/19/annonce-1921-2021-100-jahre-parteifeindlicher-kommunismus/#comments Sun, 19 Sep 2021 21:51:46 +0000 Administrator diskussion russische revolution antifaschismus bolschewismus klassenkampf soziale revolution sowjet union staatskapitalismus proletariat antinationale position linksnationalismus nationale befreiung gewerkschaften revolutionäre nachkriegskrise antipolitik http://sbefreiung.blogsport.de/2021/09/19/annonce-1921-2021-100-jahre-parteifeindlicher-kommunismus/ Unsere neue Broschüre „1921-2021: 100 Jahre parteifeindlicher Kommunismus“ (ca. 136 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt

Einleitung

I. Der Geburtsprozess des parteifeindlichen Kommunismus
1. Die Kapitalvermehrung vor dem Ersten Weltkrieg
2. Proletarischer Klassenkampf und institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung vor 1914
3. Der Erste Weltkrieg
4. Die Russische Revolution
5. Die ungarische „Räterepublik“
6. ISD, ASP und Spartakusbund
7. Die Novemberrevolution
8. Die Gründung von IKD und KPD
9. Klassenkämpfe in Deutschland im Jahre 1919
10. Innerparteiliche Konterrevolution in der „K“PD
11. Kappputsch und Rote Ruhrarmee
12. KAPD und AAUD
13. Märzkämpfe 1921 und Gründung der AAUE

II. Die Entwicklung des Rätekommunismus
1. AAUE, KAUD und GIK
2. Daad en Gedachte, Cajo Brendel, Paul Mattick und Willy Huhn
3. Die Verkörperung einer Kulturrevolution
4. Der Bruch mit der leninistischen Konterrevolution
5. Analyse und Kritik der Russischen Revolution und des Staatskapitalismus
6. Inkonsequenter Bruch mit dem Parteimarxismus und Anarchosyndikalismus
7. Inkonsequente Kritik an Demokratie, Antifaschismus und nationaler „Befreiung“

III. 1921-2021: 100 Jahre Dekadenz des Parteimarxismus als sozialrevolutionäre Theorie und Praxis
1. Marxismus-Leninismus
2. Trotzkismus
3. Italienischer Linkskommunismus
4. KAPD, Rote Kämpfer, MLLF, Communistenbond Spartacus und Neu Beginnen
5. Rechtsmarxismus-Linkskeynesianismus

IV. Der bewusst antipolitische Kommunismus
1. Antipolitisch und antinational
2. Konsequent gewerkschaftsfeindlich
3. Nachmarxistisch und nachanarchistisch
4. Überwindung des Rätefetischismus

Einleitung

„Sowjet“-Russland im März 1921: Das staatskapitalistische Lenin/Trotzki-Regime erstickt den revolutionären Kronstädter Aufstand in einem Meer aus ArbeiterInnenblut. Mitteldeutschland im März 1921: Das Proletariat kämpft gegen die privatkapitalistische Konterrevolution. Der moskauhörige Partei-„Kommunismus“ in Form der „K“PD will auch in Deutschland das verwirklichen, was sich in „Sowjet“-Russland als sozialreaktionär erwiesen hatte, die politische Machteroberung ihres bürgerlich-bürokratischen Apparates. Moskau, die „Kommunistische“ Internationale („K“I) und die „K“PD betreiben auf dem Rücken des klassenkämpferischen Proletariats eine putschistische Politik – und es gelingt ihnen auch die ein Jahr vorher gegründeten antiparlamentarischen und gewerkschaftsfeindlichen Organisationen Kommunistische Arbeiterpartei Deutschland (KAPD) und Allgemeine Arbeiter-Union Deutschlands (AAUD) mit hineinzuziehen. Doch bereits im Jahr 1920 entwickelte sich in KAPD und in der mit ihr verbundenen AAUD eine parteifeindliche Strömung, die die Partei grundsätzlich als eine bürgerlich-bürokratische Organisationsform kritisierte und ablehnte. Diese war mit dem Proletariat in den Märzkämpfen kritisch-solidarisch – und verurteilte gleichzeitig den Putschismus des Parteimarxismus mit aller notwendigen Schärfe. Im Oktober 1921 brach sie auch mit dem radikalen Parteimarxismus von KAPD und AAUD vollständig und schuf sich in Form der Allgemeinen Arbeiter-Union-Einheitsorganisation (AAUE) ihre eigene Organisation. Der parteifeindliche Kommunismus war geboren!
Und zwar als eine Notwendigkeit des proletarischen Klassenkampfes. Der parteifeindliche Kommunismus hatte als ein feuriges Kind der revolutionären europäischen Nachkriegskrise (1917-1923) am Anfang in Deutschland eine proletarische Massenbasis. Mit dem endgültigen Sieg der Konterrevolution schmolz diese Massenbasis dahin, unklare und inkonsequente Kräfte spalteten sich vom parteifeindlichen Kommunismus ab. Dieser nahm die Form des Rätekommunismus an und war in Kleingruppen und Einzelpersonen verkörpert. Der Rätekommunismus brach in seinen konsequentesten Ausformungen mit der Partei und kritisierte scharf die leninistische Konterrevolution gegen die ArbeiterInnenräte (Sowjets) in „Sowjet“-Russland. Aber er kritisierte eben nicht konsequent die nationalkapitalistische Politik von Marx und Engels als geistig-ideologische Quelle des Leninismus. Notwendig ist die Schaffung eines nachmarxistischen und nachanarchistischen Kommunismus, der an den revolutionären Tendenzen beider Strömungen anknüpft und deren sozialreaktionären kompromisslos bekämpft. Dazu war der Rätekommunismus aufgrund seiner marxistischen Orthodoxie nicht fähig. Auch erfolgte der Bruch mit der Partei nicht aus einem klaren antipolitischen Bewusstsein heraus. Die inkonsequenten Teile des Rätekommunismus reproduzierten den Parteimarxismus.
1921 wurde nicht nur der parteifeindliche Kommunismus geboren, sondern auch der radikale Parteimarxismus zeigte im März 1921 seinen letztendlich sozialreaktionären Charakter. Der Parteimarxismus ist nun schon seit 100 Jahren als sozialrevolutionäre Theorie und Praxis dekadent – und zwar in allen seinen Formen (Marxismus-Leninismus, Trotzkismus, Linkskommunismus, Rechtsmarxismus-Linkskeynesianismus). Um den praktischen proletarischen Klassenkampf mit all seinen revolutionären Tendenzen und Potenzen auch geistig zu befruchten, ist ein bewusster und konsequent antipolitischer Kommunismus nötig, der an den progressiven Tendenzen des Rätekommunismus anknüpft, aber auch deren rückständigen kritisch überwindet.

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Annonce: Politik und Antipolitik http://sbefreiung.blogsport.de/2021/08/14/119/ http://sbefreiung.blogsport.de/2021/08/14/119/#comments Sat, 14 Aug 2021 00:33:05 +0000 Administrator broschüre russische revolution bolschewismus klassenkampf soziale revolution proletariat antinationale position straßenbewegung gewerkschaften antipolitik http://sbefreiung.blogsport.de/2021/08/14/119/ Unsere neue Broschüre „Politik und Antipolitik“ (ca. 138 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt

Einleitung

Der politische Überbau der herrschenden Kapitalvermehrung
I. Basiseinheiten der bürgerlichen Politik
1. Was ist Politik?
2. Die Entwicklung von Tausch- und Mehrwertproduktion in vorindustriel-
kapitalistischen Gesellschaften als geschichtlicher Voraussetzung der bürgerlichen Politik
3. Die kapitalistische Warenproduktion als sozialökonomische Basis der bürgerlichen Politik
4. Die bürgerliche Familie als biosoziales Reproduktionsverhältni
5. Der bürgerliche Staat als politischer Gewaltapparat der Kapitalvermehrung
6. Politische Parteien als Basiseinheiten der bürgerlichen Politik
7. Bürgerlicher Nationalismus und Internationalismus
II. Kapitalistische Wirtschafts- und Familienpolitik
1. Die allgemeinen Entwicklungstendenzen der Kapitalvermehrung bestimmen die bürgerliche Politik
2. Merkantilismus
3. Der Industriekapitalismus der relativ freien Konkurrenz
4. Staatsinterventionismus
5. Staatskapitalismus
6. „Neoliberalismus“
III. Politische Formen der kapitalistischen Herrschaft und des Konkurrenzkampfes
1. Von Kaufleuten politisch beherrschte Städte und handelskapitalistische Stadtstaaten
2. Der Absolutismus
3. Demokratien
4. Militärdiktaturen, Militärputsche/Staatsstreiche, BürgerInnen- und Guerillakriege
5. Faschismus/Nationalsozialismus
6. Islamismus
7. Marxistisch-leninistische Parteidiktaturen
IV. Kleinbürgerliche Protestpolitik
1. Das Wesen kleinbürgerlicher Protestpolitik
2. Die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung
3. Frauen- und LGBTQ-Bewegung, Antisexismus
4. Antikolonialismus, BürgerInnenrechtsbewegung und Antirassismus
5. StudentInnen- und Antiatomkraftbewegung, Maoismus und die Grünen
6. Rechte Identitäts- und Straßenpolitik
7. Linke Identitäts- und Straßenpolitik

Sozialrevolutionäre Antipolitik

1. Was ist sozialrevolutionäre Antipolitik?
2. Politische und antipolitische Tendenzen des proletarischen Klassenkampfes
3. Antipolitisch-sozialrevolutionäre Gruppen
4. Die mögliche antipolitische Zerschlagung der Staaten
5. Der Kommunismus als nachpolitische, klassen- und staatenlose Weltgemeinschaft

Einleitung

Die Politik ist die staatsförmige gesamtgesellschaftliche Organisation von Klassengesellschaften, also von Systemen, in denen bestimmte herrschende Klassen die beherrschten Klassen ausbeuten und unterdrücken. Entgegen den Märchen der linken Politik gab es, gibt es nicht und wird es auch niemals „progressive“ Regierungen oder „sozialistische“ beziehungsweise „nachkapitalistische“ Staaten geben. Da Staaten immer auf Ausbeutung und Unterdrückung beruhen, ja die politischen Gewaltapparate der jeweils sozialökonomisch herrschenden Klassen sind, waren und sind sie alle sozialreaktionär. Und durch die globale Konkurrenz der Staaten muss ihre sozialökonomische Basis seit der sogenannten „industriellen Revolution“ kapitalistisch sein, wenn sie in diesem internationalen Gerangel auch nur einigermaßen bestehen wollen. Die von den marxistisch-leninistischen Politbonzen beherrschten „sozialistischen“ Staaten waren nicht „nachkapitalistisch“. Die Verstaatlichung der Produktionsmittel bedeutete Staatskapitalismus. Nach der Todeskrise des globalen Staatskapitalismus wirken neue linke Regierungen innerhalb des Privatkapitalismus. Linke Regierungen beruhten und beruhen also vom staatskapitalistischen Lenin/Trotzki-Regime in „Sowjet“-Russland bis zu den heute existierenden auf der kapitalistischen Ausbeutung der Lohnarbeit. Es reicht ein einziges Wort, um politisch linke Regierungen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft angemessen zu beschreiben: sozialreaktionär. Auch in der Politik ist links dort, wo der Daumen rechts ist.
Die realpolitische Linke streitet sich mit der Mitte und den Rechten darum, wer die Staatsapparate beherrscht und wer die Kapitalvermehrung am erfolgreichsten organisiert. Linke Oppositionspolitik akzeptiert in der Regel Kapital und Staat und rebelliert innerhalb dieser Basiseinheiten der bürgerlichen Gesellschaft. Kleinbürgerliche AntifaschistInnen kämpfen für einen demokratischen Kapitalismus ohne Nazis. Mittelstandsfeministinnen für eine gegenderte Sprache und mehr Frauen in den Führungsetagen von Wirtschaft und Politik. Davon hat natürlich die Supermarktkassiererin und alleinerziehende Mutter verdammt viel. Linke Politik ist selbstverständlich von ihren Phrasen her „antineoliberal“ – so lange sie sich in der Opposition befindet. Werden aber linke Politbonzen in Staatsverantwortung gewählt, kommt es nicht gerade selten vor, dass sie Betriebe privatisieren sowie Sozialleistungen, die Löhne und das Personal im öffentlichen Dienst kürzen. Und selbst wenn die Regierungslinken das nicht machen und ein paar Reförmchen „für die Lohnabhängigen“ durchziehen, so bleibt die kapitalistische Ausbeutung doch Geschäftsgrundlage dieses Sozialreformismus. Für ProletarierInnen, die sich sozial von Ausbeutung und staatlicher Elendsverwaltung befreien wollen, ist linke Politik für den Arsch. Und selbst für den ist Klopapier besser.
In dieser Broschüre kritisieren wir Politik grundsätzlich. Uns geht es nicht um eine „bessere Politik“ – sondern um deren Ende durch die mögliche sozialrevolutionäre Überwindung der Staaten und der Herausbildung einer nachkapitalistisch-nachpolitischen, klassen- und staatenlosen Weltgemeinschaft.
In der Schrift Der politische Überbau der herrschenden Kapitalvermehrung kritisieren wir die bürgerliche Politik, analysieren die geschichtliche Entstehung deren Basiseinheiten – kapitalistische Warenproduktion, Kleinfamilie, bürgerlicher Staat, politische Parteien, Nationalismus und Internationalismus –, beschreiben die verschiedenen politischen Formen kapitalistischer Herrschaft und des Konkurrenzkampfes. Außerdem weisen wir nach, dass kleinbürgerliche Protestpolitik – links oder rechts – nur den Kapitalismus zu reproduzieren vermag.
Nach dieser radikalen Kritik der Politik skizzieren wir die Sozialrevolutionäre Antipolitik beziehungsweise den antipolitischen Kommunismus als Alternative. Diese ist der geistig-theoretische Ausdruck der antipolitischen Tendenzen des proletarischen Klassenkampfes. Da alle Staaten auf der kapitalistischen Ausbeutung der Lohnarbeit beruhen, entfaltet sich auch in allen Ländern der proletarische Klassenkampf – egal ob diese rechts, mittig oder links regiert werden. Dieser Klassenkampf kann sich möglicherweise in außergewöhnlichen Situationen perspektivisch zur Weltrevolution radikalisieren, die alle Staaten überwindet. Sozialrevolutionäre Antipolitik bereitet diese Weltrevolution vor indem sie konsequent die Politik – vom Neofaschismus und Rechtskonservatismus über die Liberal- und Sozialdemokratie bis zum Marxismus-Leninismus und Trotzkismus – bekämpft.

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Annonce: Kämpfe des vorindustriellen Proletariats http://sbefreiung.blogsport.de/2021/06/16/annonce-kaempfe-des-vorindustriellen-proletariats/ http://sbefreiung.blogsport.de/2021/06/16/annonce-kaempfe-des-vorindustriellen-proletariats/#comments Wed, 16 Jun 2021 08:59:29 +0000 Administrator broschüre diskussion klassenkampf soziale revolution proletariat revolution 1905 http://sbefreiung.blogsport.de/2021/06/16/annonce-kaempfe-des-vorindustriellen-proletariats/ Unsere neue Broschüre „Kämpfe des vorindustriellen Proletariats“ (ca. 129 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Einleitung

Seeleute in der globalen Übergangsperiode zum Industriekapitalismus
1. Die globale Übergangsperiode zum Industriekapitalismus
2. Handelskapital, Gewalt und Schifffahrt
3. Die harten Arbeits- und Lebensbedingungen der Seeleute
4. Meutereien und Streiks
5. Piraterie
6. Seeleute als Teil des klassenkämpferischen Hafenproletariats

Manufaktur- und HeimarbeiterInnen in Preußen
1. Der preußische Absolutismus
2. Kleinbürgerliche Warenproduktion und Manufakturen in Preußen
3. Arbeits- und Lebensbedingungen der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen
4. Die Manufaktur- und HeimarbeiterInnen als Teil des klassenkämpferischen vorindustriellen Proletariats
5. Der konspirative Alltagsklassenkampf der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen
6. Der offene Klassenkampf des Manufakturproletariats und der HeimarbeiterInnen
7. Die kleinbürgerlich-vorindustrieproletarische Sozialbewegung in Frankreich und Preußen

Einleitung

Im ersten Text beschäftigen wir uns mit den Seeleuten in der globalen Übergangsperiode zum Industriekapitalismus. Dabei analysieren wir zuerst diese globale Übergangsperiode und zeichnen den Zusammenhang zwischen Handelskapital und Schifffahrt nach. Anschließend beschreiben wir das harte Leben der Seeleute. Doch diese waren nicht nur Objekte der kapitalistischen Ausbeutung, sondern auch klassenkämpferische Subjekte des Widerstands. Dieser Widerstand äußerte sich in Form von Schiffsmeutereien und Streiks sowie teilweise in der Piraterie. Seeleute waren auch am Land Teil des klassenkämpferischen Hafenproletariats. Wir werden einige Klassenkämpfe der Seeleute thematisieren. Wir stützen uns in dieser Schrift kritisch auf folgende Hauptquellen: Georg Fülberth, G Strich. Kleine Geschichte des Kapitalismus (PapyRossa Verlag, Köln 2005, zweite, verbesserte und überarbeitete Auflage), Jürgen Kocka, Geschichte des Kapitalismus (Verlag C.H.Beck, München 2013), Ernest Mandel, Marxistische Wirtschaftstheorie. Schriften 1 (Neuer ISP Verlag, Köln/Karlsruhe 2007) Helmut Hanke, Männer Planken Ozeane. Das sechstausendjährige Abenteuer der Seefahrt (Urania-Verlag, Leipzig-Jena-Berlin (DDR) 1982, 8. Auflage), Peter Linebough & Marcus Rediker, Die vielköpfige Hydra. Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks (Assoziation A, Berlin 2008), Marcus Rediker, Gesetzlose des Atlantiks. Piraten und rebellische Seeleute in der frühen Neuzeit (mandelbaum kritik & utopie, Wien 2017) sowie die Internetenzyklopädie Wikipedia und das Wörterbuch der Geschichte (Dietz Verlag, Ostberlin 1984).
In der zweiten Schrift analysieren wir die Arbeit, das Leben und den Klassenkampf der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen in Preußen. Wir beschreiben darin den Charakter des preußischen Absolutismus als typische Staatsform der europäischen Übergangsperiode vom Feudalismus zum Industriekapitalismus. Bevor wir einige Klassenkämpfe der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen in Preußen beschreiben, werden die preußischen Manufakturen als Keimzellen der kapitalistischen Ausbeutung der Lohnarbeit analysiert. Unsere sehr kritisch betrachtete – marxistisch-leninistische Ideologieproduktion! – Hauptquelle ist dabei Horst Krüger, Zur Geschichte der Manufakturen und der Manufakturarbeiter in Preußen (Rütten & Loening, Berlin (DDR) 1958).

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Annonce: SklavInnen und LohnarbeiterInnen http://sbefreiung.blogsport.de/2021/04/18/annonce-sklavinnen-und-lohnarbeiterinnen/ http://sbefreiung.blogsport.de/2021/04/18/annonce-sklavinnen-und-lohnarbeiterinnen/#comments Sun, 18 Apr 2021 22:39:46 +0000 Administrator broschüre diskussion klassenkampf soziale revolution proletariat http://sbefreiung.blogsport.de/2021/04/18/annonce-sklavinnen-und-lohnarbeiterinnen/ Unsere neue Broschüre „SklavInnen und LohnarbeiterInnen“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt

Einleitung

I. Die globale Übergangsperiode zum Industriekapitalismus
1. Allgemeiner Überblick
2. Die Entwicklung des Handels und der kapitalistischen Warenproduktion
3. Die Herausbildung bürgerlicher Nationalstaaten

II. Kapitalistischer SklavInnenhandel
1. Der SklavInnenhandel in der griechisch-römischen Antike
2. Arabisch-muslimischer SklavInnenhandel
3. Innerafrikanischer SklavInnenhandel
4. Europäischer/US-amerikanischer SklavInnenhandel

III. Auf Sklaverei basierende kapitalistische Warenproduktion
1. In der griechisch-römischen Antike
2. In Amerika
3. In West- und Ostafrika
4. Die Rolle der Sklaverei in der globalen Übergangsperiode zum Industriekapitalismus

IV. Flucht, Widerstand und Rebellion der SklavInnen in Amerika
1. SklavInnenrebellionen auf hoher See
2. Alltäglicher Widerstand der SklavInnen in Amerika
3. Flucht und Aufstände der SklavInnen in der Karibik
4. Flucht und Aufstände der SklavInnen in Brasilien
5. Flucht und Aufstände der SklavInnen in Nordamerika
6. „Weiße“ Schuldknechte und „schwarze“ SklavInnen auf Barbados
7. Die Verschwörung in New York von 1741 – ein gemeinsamer Kampf
zwischen „weißen“ Unterschichten und „schwarzen“ SklavInnen?
8. „Weiße“ UnterstützerInnen der „schwarzen“ SklavInnen in den USA

V. Kapitalistische Modernisierung: Von der Leibeigenschaft und Sklaverei zur
vorwiegend doppelt freien Lohnarbeit
1. Die doppelt freie Lohnarbeit
2. Entwicklung der Lohnarbeit in Europa
3. Aufhebung der Leibeigenschaft, Entwicklung der Lohnarbeit und des
außerökonomischen Zwanges in Preußen/Deutschland
4. Aufhebung der Leibeigenschaft und der Sklaverei in Lateinamerika und in der britischen Karibik
5. Die industriekapitalistische Aufhebung der Sklaverei und die rassistische Extraausbeutung
des „schwarzen“ Proletariats in den USA
6. Die Transformation der Sklaverei zur Lohnarbeit in Ost- und Westafrika

VI. Proletarischer Klassenkampf, institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung und Sklaverei
1. Der proletarische Klassenkampf
2. Die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung
3. Vorindustrielle Seeleute, HafenproletarierInnen und SklavInnen
4. Frühe englische institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung und Sklaverei
5. Marx/Engels und die industriekapitalistische Aufhebung der Sklaverei in den USA

Einleitung

In dieser Broschüre beschäftigen wir uns mit dem Zusammenhang von Sklaverei und Lohnarbeit während der globalen Übergangsperiode zum Industriekapitalismus. Letzterer koexistierte mit der kapitalistischen Plantagensklaverei in Amerika bis in das 19. Jahrhundert. Somit beruhte der frühe Kapitalismus auf der Ausbeutung von SklavInnen und LohnarbeiterInnen. Wir analysieren den kapitalistischen SklavInnenhandel und die Warenproduktion auf Grundlage der Sklaverei, sowohl in den griechisch-römischen antiken Klassengesellschaften als auch in Amerika sowie in West- und Ostafrika. Wir machen deutlich, dass die Kämpfe der versklavten AfrikanerInnen, die in Amerika ausgebeutet wurden, schon während des Transportes auf hoher See begannen und sich in Form von Flucht und Aufständen in Brasilien, Nordamerika und in der Karibik fortsetzten. Dabei werden wir auch die Interaktionen der versklavten AfroamerikanerInnen mit „weißen“ Schuldknechten und LohnarbeiterInnen sowie den amerikanischen UreinwohnerInnen beschreiben.
Schließlich machte die kapitalistische Modernisierung der Sklaverei ein Ende. Doppelt freie Lohnarbeit setzte sich auch in der amerikanischen Landwirtschaft durch. In den USA durch den sozialreaktionären BürgerInnenkrieg (1861-1865) der Industriebourgeoisie gegen den auf der Sklaverei beruhenden Plantagenkapitalismus. Dieser Krieg war eben nicht „fortschrittlich“, sondern ein sozialreaktionäres Gemetzel im Interesse der sich durchsetzenden US-Industriebourgeoisie. Wir kritisieren in dieser Schrift auch, dass sich die Internationale Arbeiterassoziation – einschließlich von Marx – in diesem Krieg auf die Seite des Industriekapitalismus stellte, aber eben keinen revolutionären Kampf gegen Sklaverei und Lohnarbeit führte.

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Annonce: Globale Klassenkämpfe (2019/2020) http://sbefreiung.blogsport.de/2021/01/21/annonce-globale-klassenkaempfe-20192020/ http://sbefreiung.blogsport.de/2021/01/21/annonce-globale-klassenkaempfe-20192020/#comments Thu, 21 Jan 2021 13:28:34 +0000 Administrator broschüre diskussion klassenkampf soziale revolution proletariat gewerkschaften revolution 1905 revolutionäre nachkriegskrise http://sbefreiung.blogsport.de/2021/01/21/annonce-globale-klassenkaempfe-20192020/ Unsere neue Broschüre „Globale Klassenkämpfe (2019/2020)“ (ca. 129 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt

Einleitung

1. Das globale Dreiecksverhältnis Warenproduktion – Lohnarbeit – Politik
2. Die Weltwirtschaftskrise
3. Klassenauseinandersetzungen in der Metallindustrie
4. Konflikte im Personen- und Güterverkehr (Logistik)
5. Kämpfe im Gesundheitswesen und in der Pflege
6. Klassenkonflikte in der Agrarproduktion und Lebensmittelbranche
7. Auseinandersetzungen in der Textilproduktion
8. Zusammenstöße in der Bildungs-, Kultur- und Ideologieproduktion
9. Klassenkämpfe der persönlich Dienenden
10. Auseinandersetzungen im Reinigungsgewerbe
11. Konflikte im Finanzsektor
12. Klassenzusammenstöße in Hotels, Cafés und Gaststädten
13. Auseinandersetzungen im Baugewerbe
14. Klassenkonflikte im Groß-, Einzel- und Onlinehandel
15. Zusammenstöße im Rohstoff- und Energiesektor
16. Kämpfe im öffentlichen Dienst
17. Konflikte in „Behindertenwerkstätten“
18. Branchenübergreifende Klassenkämpfe
19. Soziale Protestbewegungen

Einleitung

Wir beschreiben in dieser Broschüre weltweit einige Klassenkonflikte in den Jahren 2019 und 2020. Das Jahr 2020 war stark durch die globale COVID-19-Pandemie geprägt. Mit dieser haben wir uns bereits mit der im Juli vorigen Jahres erschienen Broschüre Coronaviruspandemie und Klassenkampf auseinandergesetzt. Um eine zu starke Überschneidung dieser beiden Broschüren zu vermeiden, wird in Globale Klassenkämpfe (2019/2020) diese Pandemie als solche nicht beschrieben. Auch werden einige Auseinandersetzungen zwischen März und Juni 2020, die bereits in Coronaviruspandemie und Klassenkampf analysiert worden sind, hier nicht noch mal thematisiert.

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Annonce: Antinationale Schriften V http://sbefreiung.blogsport.de/2020/10/22/annonce-antinationale-schriften-v/ http://sbefreiung.blogsport.de/2020/10/22/annonce-antinationale-schriften-v/#comments Wed, 21 Oct 2020 23:19:01 +0000 Administrator buch diskussion antifaschismus nazis bolschewismus soziale revolution staatskapitalismus proletariat flüchtlinge faschismus antinationale position straßenbewegung linksnationalismus nationale befreiung pkk china http://sbefreiung.blogsport.de/2020/10/22/annonce-antinationale-schriften-v/ Unsere neue Broschüre „Antinationale Schriften V“ (ca. 133 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt

Einleitung

Extreme RechtsnationalistInnen in heutigen Demokratien
1. Demokratische Nationen
2. Die Relativität von „extrem“ und „rechts“ im Nationalismus
3. Demokratisch-faschistische Sozialreaktion
4. Rechtsnationale Parteien in der BRD
5. Rechte Regierungen
6. Rechtsreaktionäre Straßenbewegungen
7. Rechtsnationalistischer Terror
8. Wie der linksbürgerliche Antifaschismus den Rechtsnationalismus stärkt
9. Revolutionärer Kampf gegen die Nation

Kritik des bürgerlichen Internationalismus
1. Der Internationalismus der Nationen
2. Der Imperialismus erkämpft das Menschenrecht
3. Das Völkerrecht als zwischenstaatliche Benimmregeln
4. Die Institutionalisierung des bürgerlichen Internationalismus: Die UNO
5. Politisch korrekter Multikulti-Internationalismus
6. „Proletarischer Internationalismus“ = bürgerlicher Linksnationalismus
7. Antinational-sozialrevolutionärer Universalismus

Der globale Konkurrenzkampf der Nationalismen (2018-2020)
I. Ökonomische Konkurrenz und Wirtschaftskriege
1. Freihandelskonkurrenz und Protektionismus
2. Wirtschaftskriege
3. Politisch motivierte Wirtschaftssanktionen
II. Politisch-diplomatische Konflikte und Propagandakriege
1. Imperialistische Einmischung in andere Nationen
2. Poltisch-diplomatische Auseinandersetzungen und Propagandakriege rund um
das Coronavirus
III. Aufrüstung, Säbelrasseln und Krieg
1. Wettrüsten und militärische Präsenz
2. Gewaltsame Grenzkonflikte
3. Aggressionen unterhalb der Schwelle eines offiziellen Krieges
4. Das Gemetzel in Syrien
5. Der Krieg in Libyen
6. Die Gewalt in Jemen
IV. Nationalstaatliche Konflikte im westlich-imperialistischen Bündnissystem
1. Auseinandersetzungen zwischen den USA und der EU
2. Konflikte innerhalb der NATO
3. Streitigkeiten in der EU
4. Der Austritt Großbritanniens aus der EU
V. Nationalistische Auseinandersetzungen innerhalb von Staaten beziehungsweise
besetzten Gebieten
1. Türkischer Rechtsnationalismus und kurdischer Linksnationalismus
2. Zionismus und palästinensischer Nationalismus
3. Nationalistischer Zank in Großbritannien

Einleitung

Der Nationalismus ist eine der gefährlichsten Ideologien des globalen Kapitalismus. Egal ob er politisch links oder rechts motiviert ist: Er spaltet das Weltproletariat im Interesse von Kapital und Politbonzen. In der BRD ist jedoch der Rechtsnationalismus wirkmächtiger als der Linksnationalismus. Er muss von RevolutionärInnen konsequent bekämpft werden – selbstverständlich außerhalb der nationaldemokratischen Antifa. RevolutionärInnen beschützen nicht die Nation vor „den Nazis“, sondern bekämpfen extreme RechtsnationalistInnen als besonders widerlichen Ausdruck des nationaldemokratischen Normalzustands. Dies verdeutlichen wir in unserer Schrift Extreme RechtsnationalistInnen in heutigen Demokratien.
Der bürgerliche Internationalismus ist keine Alternative zum Nationalismus, sondern deren Entsprechung. Die heiligen Menschenrechte, mit dem der bürgerliche Universalismus die ganze Welt beglücken möchte, waren von Anfang an ein Produkt des kapitalistischen Imperialismus. Bürgerlicher Internationalismus – einschließlich seiner marxistisch-leninistischen und trotzkistischen Bestandteile – beruht auf der Nation. Der „proletarische Internationalismus“ entpuppte sich in Form des „sozialistischen Weltlagers“ als staatskapitalistischer Nationalismus. Heute, nachdem der „sozialistische“ Staatskapitalismus elendig verendet ist, lebt sich der „proletarische Internationalismus“ innerhalb des Privatkapitalismus aus, ähnlich wie der politisch korrekte Multikulti-Internationalismus ökoliberaler Prägung. Eine Kritik des bürgerlichen Internationalismus aus antinational-sozialrevolutionärer Perspektive ist mehr als überfällig.
In der dritten Schrift dieser Broschüre analysieren wir Die globale Konkurrenz der Nationalismen (2018-2020). Wir machen deutlich, wie die politische Mitte, die Rechten und die Linken das Proletariat in diesem nationalistischen Konkurrenzkampf verheizen. Alle Nationalismen sind sozialreaktionär, egal ob Zionismus oder palästinensischer Nationalismus. Sowohl die Erdogan- als auch die Öcalan-JüngerInnen spalten das Proletariat in der Türkei. Trotz der „antikapitalistischen“ Phrasen von einem Teil der Rechts- und LinksnationalistInnen, kann ihr Treiben nur den Weltkapitalismus reproduzieren.
ProletarierInnen aller Länder, vereinigt euch!
Nieder mit den Rechts- und LinksnationalistInnen!
Hoch die antinationale Solidarität!

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Annonce: Coronaviruspandemie und Klassenkampf http://sbefreiung.blogsport.de/2020/08/11/annonce-coronaviruspandemie-und-klassenkampf/ http://sbefreiung.blogsport.de/2020/08/11/annonce-coronaviruspandemie-und-klassenkampf/#comments Tue, 11 Aug 2020 22:25:00 +0000 Administrator broschüre diskussion russische revolution bolschewismus klassenkampf soziale revolution proletariat faschismus antinationale position DDR linksnationalismus nationale befreiung gewerkschaften cnt spanischer bürgerinenkrieg sowjets revolutionäre nachkriegskrise antipolitik http://sbefreiung.blogsport.de/2020/08/11/annonce-coronaviruspandemie-und-klassenkampf/ Unsere neue Broschüre „Coronaviruspandemie und Klassenkampf“ (ca. 127 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

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Inhalt

Einleitung

Coronaviruspandemie und kapitalistische Krisendynamik

I. Die kapitalistische Krisendynamik vor der Coronaviruspandemie
1. Die krisenhafte Spirale der Kapitalvermehrung
2. Vom privatkapitalistischen Nachkriegsaufschwung zur strukturellen Profitproduktionskrise
3. Die Transformationskrise in Russland und in Osteuropa
4. Der sozialökonomische Aufstieg Chinas
5. Die Weltwirtschaftskrise ab 2007
6. Die relative Stabilisierung des Weltkapitalismus (2010-2019)
II. Die Coronaviruskrise
1. Die globale Coronaviruspandemie
2. Die Coronaviruspandemie als Teil der biosozialen Reproduktionskrise
3. Die Coronaviruspandemie als Profitkrise
4. Die Zuspitzung der allgemeinen kapitalistischen Krisendynamik
durch die Coronaviruspandemie
5. Staatliche Krisenpolitik während der Coronaviruspandemie

Coronaviruskrise und Klassenkampf

I. Die Coronaviruspandemie als politischer Klassenkampf von oben
1. Die internationale Staatengemeinschaft gegen das Weltproletariat
2. Staatliche Notverordnungen
3. Rechte, mittige und linke Politik gegen das Proletariat
4. Die Notwendigkeit einer globalen sozialrevolutionären Antipolitik
II. Klassenauseinandersetzungen während der Coronaviruspandemie
1. Überleben heißt Klassenkampf, Klassenkampf heißt Überleben!
2. Konflikte in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelindustrie
3. Auseinandersetzungen im Gesundheitswesen und in der Pflege
4. Konflikte im Einzel- und Onlinehandel
5. Klassenkämpfe im Schulwesen
6. Konflikte in der Metallindustrie
7. Auseinandersetzungen im Flugverkehr
8. Geflüchtete im Widerstand
9. Rebellion der Inhaftierten
10. Aufruhr der Elendsviertel
11. Widerstand der rassistisch Benachteiligten

Einleitung

Die globale COVID-19-Pandemie, die in China im Dezember 2019 begann und weltweit schon hunderttausende Todesopfer forderte, hat sehr viel mit der kapitalistischen Produktionsweise und der bürgerlichen Politik zu tun. So gibt es unter anderem deshalb noch keinen Impfstoff, weil die prophylaktische Entwicklung von diesem vor der Pandemie für die Pharmaindustrie nicht profitabel genug war. Es gibt auch deshalb so viele Erkrankte und Tote, weil die politischen Gewaltapparate, die Staaten, Menschen internieren und wegsperren. In den Knästen und Flüchtlingslagern dieser Welt kann es keine medizinisch ratsame körperliche Distanz geben. Genauso wenig wie im Produktionsprozess, der weltweit – auch in den angeblich „sozialistischen Staaten“ Kuba, China und Vietnam – auf der kapitalistischen Ausbeutung der Lohnarbeit beruht. Das Gesundheitswesen wurde in vielen Ländern vor dem Ausbruch der Pandemie kaputtgespart.
Es ist auch nicht eine klassen- und staatenlose Weltgemeinschaft, die kollektiv und solidarisch die Maßnahmen gegen die Pandemie beschließt und umsetzt. Es sind die Staaten als politische Gewaltapparate der Kapitalvermehrung. Nein, es ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine klare Feststellung von Tatsachen: Die Staaten nutzen die Pandemie zu einem politischen Klassenkampf von oben. Auch in der BRD gingen Bullen repressiv gegen Demonstrierende vor, die vorher den Sicherheitsabstand eingehalten hatten. Die staatliche Repression sorgte für Körperkontakte, die sie angeblich verhindern sollte.
Angesichts dieser Bedrohungen des Lebens und der Gesundheit durch die kapitalistische Produktionsweise, die strukturell gegeben ist und durch die Coronaviruspandemie noch mal extrem verschärft wurde, regt sich auch der soziale Widerstand des Proletariats. Lohnabhängige wehren sich dagegen, dass sie für die Profitproduktion geopfert werden sollen. Auch Geflüchtete und Inhaftierte wehren sich gegen die möglicherweise tödlichen Folgen der staatlichen Repression.
Im Text Coronaviruspandemie und kapitalistische Krisendynamik zeigen wir auf, dass sich diese Krise nicht im luftleeren Raum entfaltet, sondern eine der kapitalistischen Produktions- und Konsumverhältnisse ist. Wir beschreiben in ihm die Entfaltung der kapitalistischen Krisendynamik vor der Coronaviruspandemie und wie letztere die erste verschärft.
Die Schrift Coronaviruskrise und Klassenkampf analysiert, dass die internationale Staatengemeinschaft ein struktureller Klassenfeind des Weltproletariats ist. Was mensch eindeutig an den globalen staatlichen Notverordnungen sehen kann. Es geht nicht um die Frage, ob die einzelnen staatlichen Maßnahmen medizinisch sinnvoll sind oder nicht, sondern um die Tatsache, dass die politischen Gewaltapparate entgegengesetzte soziale Interessen als die Lohnabhängigen und die nichtlohnarbeitenden proletarischen Unterschichten haben. Wir beschreiben, wie die staatsförmige Politik – die rechte, die mittige und die linke – sich gegen die Interessen des Proletariats richtet. Aber auch wie sich das Proletariat wehrt. Überleben heißt Klassenkampf, Klassenkampf heißt Überleben!

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Annonce: Schriften zum Klassenkampf VIII http://sbefreiung.blogsport.de/2020/05/16/annonce-schriften-zum-klassenkampf-viii/ http://sbefreiung.blogsport.de/2020/05/16/annonce-schriften-zum-klassenkampf-viii/#comments Sat, 16 May 2020 22:56:33 +0000 Administrator broschüre diskussion klassenkampf soziale revolution antideutsche sowjet union proletariat http://sbefreiung.blogsport.de/2020/05/16/annonce-schriften-zum-klassenkampf-viii/ Unsere neue Broschüre „Schriften zum Klassenkampf VIII“ (ca. 128 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt

Einleitung

Die materialistische Dialektik als geistiger Ausdruck des Klassenkampfes

1. Die materialistisch-dialektische Denkmethode
2. Die idealistische Dialektik Hegels
3. Der naturwissenschaftliche Materialismus als technokratische Ideologie der Bourgeoise
4. Der Marxismus als kleinbürgerlich-radikale Ideologie
5. Der Marxismus-Leninismus als Ideologie bürgerlicher Partei- und Staatsapparate
6. Die materialistische Dialektik als geistige Waffe der sozialen Revolution

Zur Dialektik des Klassenkampfes

I. Das dialektische Dreiecksverhältnis Kapital – Lohnarbeit – Politik
1. Einheit und Kampf von Kapital und Lohnarbeit
2. Bürgerliche Politik als scheinneutraler Schiedsrichter der Konkurrenz- und Klassenkämpfe
3. Das Nationalkapital als Kooperation und Konkurrenz der Einzelkapitale
4. Einheit und Kampf von Staat und Lohnarbeit
II. Der Klassenkampf
1. Notwendigkeit und Zufall des Klassenkampfes
2. Der reproduktive Klassenkampf als Bewegungsform des dialektischen Widerspruches Kapital – Lohnarbeit
3. Sozialkonservative, modernisierende und revolutionäre Tendenzen des reproduktiven Klassenkampfes
4. Sein und Bewusstsein des Proletariats
III. Institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung
1. Die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung als bürokratisch entfremdeter Ausdruck des reproduktiven Klassenkampfes
2. Die Dialektik aus Sozialreformismus und Konterrevolution/Reaktion
3. Die Dekadenz von Parteimarxismus und Anarchosyndikalismus als sozialrevolutionäre Theorien
4. Die revolutionäre Potenz der klassenkämpferischen Selbstorganisation des Proletariats
IV. Die mögliche revolutionäre Selbstaufhebung des Proletariats
1. Die objektiv-subjektive revolutionäre Situation
2. Der qualitative Umschlag von der proletarisch-klassenkämpferischen zur klassenlosen Selbstorganisation
3. Die revolutionäre Selbstaufhebung des Proletariats als mögliche Aufhebung des dialektischen Dreiecksverhältnisses
Warenproduktion – Politik – Lohnarbeit

Krisenhafte Kapitalvermehrung und Klassenkampf

I. Die Krisenmöglichkeiten der Kapitalvermehrungsspirale
1. Die Kapitalvermehrungsspirale
2. Rohstoffkrisen
3. Überausbeutung des Proletariats/Arbeitskräfteknappheit
4. Technologische Krisen
5. Profitproduktionskrisen
6. Profitrealisationskrisen
7. Finanzkrisen
II. Klassenkampf und Kapitalvermehrung
1. Der reproduktive Klassenkampf in der beschleunigten Vermehrung des Kapitals
2. Kapitalistische Krise und Klassenkampf
III. Das Proletariat als Objekt und Subjekt der kapitalistischen Krise
1. Das Proletariat als Objekt der Krise
2. Das Proletariat als Subjekt der Krise

Einleitung

Schriften zum Klassenkampf ist eine unregelmäßig erscheinende Serie der Sozialen Befreiung mit Texten über die globalen Auseinandersetzungen des Proletariats mit Kapital, Staat und Patriarchat vom Ende des 18. bis ins 21. Jahrhundert.
In dieser Broschüre geht es um die theoretische Analyse des Klassenkampfes durch proletarische RevolutionärInnen und diese unterstützende Intellektuelle, um radikalisierend auf diese Auseinandersetzung zwischen Kapital und Lohnarbeit wirken zu können. Der erste Text beschäftigt sich mit Der materialistische Dialektik als geistiger Ausdruck des Klassenkampfes. Wir beschreiben in dieser Schrift die materialistische Dialektik als Denkmethode zur Erkenntnis der Welt und zu deren Veränderung. In der Hand von sozialrevolutionären ProletarierInnen und Intellektuellen ist diese Denkmethode eine geistige Waffe gegen den Kapitalismus. Allerdings hat die materialistische Dialektik auch eine geistige und praktische Geschichte. Ihre theoretischen Vorläufer sind die idealistische Dialektik Hegels, der naturwissenschaftliche Materialismus, die Theorie von Marx/Engels und der Marxismus-Leninismus. Alle diese Vorläufer waren und sind letztendlich Ideologien der Kapitalvermehrung. Sie sind geistige Ausdrücke der Interessen des Privat- und Staatskapitalismus. Um als geistige Waffe gegen den Kapitalismus zu dienen, mussten und müssen SozialrevolutionärInnen die materialistische Dialektik bewusst umformen.
Diese revolutionäre Denkmethode wenden wir dann im zweiten Text Zur Dialektik des Klassenkampfes bewusst an. Wir beschreiben in dieser Schrift das dialektische Dreiecksverhältnis Kapital – Lohnarbeit – Politik. Das theoretische Verständnis dieses Dreiecksverhältnisses ist eine geistige Voraussetzung dafür, um es bewusst praktisch aufheben zu können. Letzteres stellen sich SozialrevolutionärInnen zum bewussten Ziel. Dieses subjektiv gestellte Ziel stellt eine in den gesellschaftlichen Verhältnissen des Kapitalismus wurzelnde objektiv-subjektive Möglichkeit dar, die sich aus einer extremen Radikalisierung des Klassenkampfes ergeben kann. SozialrevolutionärInnen warten nicht passiv auf die Weltrevolution – so wie es ihnen von den unzähligen Strömungen des Sozialreformismus – Sozialdemokratie, Marxismus-Leninismus und Anarchosyndikalismus als Hauptströmungen – unterstellt wird, sondern nehmen bewusst am Klassenkampf teil. Um zum bewussten Ausdruck des Klassenkampfes zu werden, muss man dessen grundlegende Entwicklungsdynamik, seine Dialektik, verstehen.
In der dritten Schrift untersuchen wir den Zusammenhang zwischen der Krisenhaften Kapitalvermehrung und Klassenkampf. Dabei analysieren wir die Krisenmöglichkeiten innerhalb der Kapitalvermehrungsspirale, untersuchen den Klassenkampf während des kapitalistischen Booms und in der Krise. Wir analysieren das Proletariat sowohl als Objekt als auch als Subjekt der kapitalistischen Krise. Das möglicherweise sich selbst revolutionär aufhebende Proletariat – das ist die progressive Todeskrise des Kapitalismus!

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Annonce: Der Privatkapitalismus in Russland und Osteuropa (1985-2020) http://sbefreiung.blogsport.de/2020/03/04/annonce-der-privatkapitalismus-in-russland-und-osteuropa-1985-2020/ http://sbefreiung.blogsport.de/2020/03/04/annonce-der-privatkapitalismus-in-russland-und-osteuropa-1985-2020/#comments Tue, 03 Mar 2020 23:57:39 +0000 Administrator broschüre diskussion bolschewismus klassenkampf soziale revolution sowjet union proletariat antinationale position linksnationalismus nationale befreiung gewerkschaften http://sbefreiung.blogsport.de/2020/03/04/annonce-der-privatkapitalismus-in-russland-und-osteuropa-1985-2020/ Unsere neue Broschüre „Der Privatkapitalismus in Russland und Osteuropa (1985-2020)“ (ca. 126 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

Inhalt

Einleitung

I. Die Transformation zum Privatkapitalismus
1. Der Kapitalismus
2. Der sowjetisch-osteuropäische Staatskapitalismus
3. Die Todeskrise des sowjetisch-osteuropäischen Staatskapitalismus
4. Die Privatisierung des Kapitals
5. Das soziale Elend der Transformation
6. Die pluralistisch-demokratische Mehrparteien-Diktatur

II. Die Stellung Russlands und Osteuropas im Weltkapitalismus
1. Russland und Osteuropa in der globalen Offensive des Privatkapitals
2. Die relativ untergeordnete Integration Russlands und Osteuropas in den Weltkapitalismus
3. Die Ostexpansion von NATO und EU
4. Vom sowjetischen zum russischen Imperialismus
5. Russland und der Westen: Von der bedingten Kooperation zum zweiten Kalten Krieg

III. Klassenkämpfe
1. Das Proletariat als Manövriermasse der proprivatkapitalistischen Kräfte
2. Klassenkämpfe in der Privatwirtschaft
3. Klassenkämpfe im staatlichen Sektor
4. Die mögliche soziale Revolution in Russland und Osteuropa

Einleitung

Über die Transformation zum Privatkapitalismus in Russland und Osteuropa sind allerlei Märchen im Umlauf. Doch die herrschenden Märchen sind nur die Märchen der Herrschenden – der gegenwärtigen und der damaligen. Nach der neoliberal-demokratischen Geschichtserzählung wurden die „Völker“ hinter dem „eisernen Vorhang“ vom „Kommunismus“ brutal unterdrückt. Doch der Hunger nach Demokratie und der Freiheitswille „der Völker“ in Osteuropa erwiesen sich letztendlich stärker als jede Unterdrückung. So wurden die „kommunistischen Regimes“ schließlich mit Hilfe der freundlichen Unterstützung des „freiheitlichen Westens“ gestürzt. Ein schwerer und harter Wechsel zu Marktwirtschaft und Demokratie stand auf der Tagesordnung der Geschichte, der „alternativlos“ war.
Dagegen erzählen ein Teil der ehemaligen Herrschenden in Russland und in Osteuropa sowie der marxistisch-leninistische Nachwuchs das Märchen von den „sozialistischen Staaten“, in denen die regierenden „Kommunistischen“ Parteien hingebungsvoll ihre „Völker“ umsorgten. Bei allen „Problemen“ war dieser „Sozialismus“ doch eine „Alternative zum Kapitalismus“. Doch dann kam der böse „Verräter und Renegat“ Gorbatschow, der mit dem westlichen Imperialismus zusammen eine „Konterrevolution“ organisierte. Seitdem leiden „die Völker“ unter dem Kapitalismus. Auch in der BRD, die das ehemals „sozialistische“ Ostdeutschland friedlich annektiert hatte, werden diese Märchen jeweils kulturell sehr wertvoll ausgeschmückt. Kriminalfilme bekommen durch den immer wieder neu aufgekochten Stasi-Grusel den besonderen Thrill. Und die linke Tageszeitung junge Welt erzählt uns permanent wie schön es damals in der DDR hinter der Mauer war.
Diese Politmärchen wirken einschläfernd auf Geist und Gemüt, das mögliche zukünftige revolutionäre Erwachen des Weltproletariats braucht die Wahrheit über den Transformationsprozess in Russland und in Osteuropa. Deshalb geben wir diese Broschüre heraus. Nach einer allgemeinen Analyse des Kapitalismus entlarven wir die marxistisch-leninistischen Märchen über die angeblich „sozialistischen“ Staaten. Wir weisen nach, dass in der Sowjetunion und in Osteuropa unter der Herrschaft der „Kommunistischen“ Parteien der Kapitalismus nicht aufgehoben, sondern verstaatlicht wurde. Nach der Beschreibung der akuten Phase der Todeskrise des sowjetisch-osteuropäischen Staatskapitalismus, analysieren wir die Privatisierung des Kapitals, das soziale Elend als dessen Folge und die Herausbildung pluralistisch-demokratischer Mehrparteien-Diktaturen in den Transformationsländern und in Ostdeutschland.
Die Transformation in Russland und in Osteuropa bringen wir mit der globalen Offensive des Privatkapitals (USA, Westeuropa, China, Vietnam und Kuba) in Verbindung. Wir beschreiben wie sich der sowjetische in den russischen Imperialismus transformierte. Außerdem untersuchen wir die relativ untergeordnete Integration Russlands in den Weltkapitalismus als Rohstofflieferanten und Osteuropa als verlängerte Werkbank. Auch die imperialistische Osterweiterung von NATO und EU unterziehen wir einer Analyse. Genauso wie dem sich entwickelnden zweiten Kalten Krieg zwischen dem westlichen und dem russischen Imperialismus.
Der demokratische Privatkapitalismus in Russland und Osteuropa ist genau so ein struktureller Klassenfeind des Proletariats wie davor der „sozialistische“ Staatskapitalismus. Infolgedessen entwickelt sich auch in Russland und in Osteuropa der Klassenkampf, nachdem die proprivatkapitalistischen Kräfte in diesen Staaten die Illusionen von großen Teilen des Proletariats in „Marktwirtschaft und Demokratie“ für ihre schmutzigen Politspielchen ausnutzen konnten. Wir beschreiben in dieser Broschüre einige Klassenauseinandersetzungen. Auch wenn diese sich noch reproduktiv im Rahmen des Kapitalismus bewegen, besteht doch die Möglichkeit, dass diese sich vielleicht nicht nur in Russland und Osteuropa in objektiv-subjektiven Ausnahmesituationen sozialrevolutionär zuspitzen. Vielleicht wird die Weltrevolution nach unzähligen Niederlagen irgendwann mal den globalen Kapitalismus zertrümmern.

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Annonce: Der vorkapitalistische Kommunismus http://sbefreiung.blogsport.de/2020/01/18/111/ http://sbefreiung.blogsport.de/2020/01/18/111/#comments Sat, 18 Jan 2020 22:29:42 +0000 Administrator broschüre buch diskussion klassenkampf soziale revolution proletariat http://sbefreiung.blogsport.de/2020/01/18/111/ Unsere neue Broschüre „Der vorkapitalistische Kommunismus“ (ca. 128 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

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Inhalt

Einleitung

Vorkapitalistischer Kommunismus
1. Der Urkommunismus als klassen- und staatenlose Gesellschaft
2. Dorfgemeinden und AgrargenossInnenschaften in Klassengesellschaften („Agrarkommunismus“)

Die kapitalistische Vernichtung beziehungsweise Integration des vorkapitalistischen Kommunismus
I. Die kapitalistische Vernichtung des Urkommunismus
1. Allgemeine Betrachtung
2. Nordamerika/USA
3. Australien
II. Die kapitalistische Aufhebung beziehungsweise Integration des „Agrarkommunismus“
1. Allgemeine Betrachtung
2. England/Irland
3. Russland/Sowjetunion
4. Mexiko

Vor- und nachkapitalistischer Kommunismus: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
1. Große soziale Gleichheit beziehungsweise gleiche soziale Ausgangsbedingungen
2. Unmittelbare Produktion für den Bedarf
3. Geschichtliche Tatsache und zukünftige Möglichkeit
4. Werdende und aufzuhebende Klassengesellschaft
5. Niedrige und hohe Produktivität
6. Stamm und Weltgemeinschaft

Einleitung

Proletarische RevolutionärInnen stoßen auch in ihrer Klasse auf weitverbreitete Skepsis und Resignation: „Der Kommunismus mag ja als eine klassen- und staatenlose Gesellschaft eine ganz gute Idee sein, aber leider total utopisch und undurchführbar. Der Mensch ist zu egoistisch für den Kommunismus.“ Diese weitverbreitete sozialpsychologische Reaktion auf den modernen Kommunismus als Befreiungsbewegung hat natürlich eine materielle Basis. Erstens ist dies ein relativ niedriges Niveau des Klassenkampfes in diesem Land. Denn der Klassenkampf hat die Tendenz den bürgerlichen Individualismus im Proletariat zurückzudrängen. Der Klassenkampf schmilzt tendenziell die ProletarierInnen zu einer kollektiv-solidarischen Gemeinschaft zusammen, die auch ansatzweise religiöse, sexistische, nationalistische und rassistische Spaltungen zu überwinden vermag. So erscheint in der klassenkämpferischen Selbstorganisation des Proletariats eine Gemeinschaftlichkeit, die im Alltag unmöglich ist. Im Alltag sind auch ProletarierInnen zuweilen recht ekelhafte Konkurrenzsubjekte. Wenn der nichtklassenkämpferische Alltag den Klassenkampf weit überwiegt, dann ist auch das Proletariat stark kleinbürgerlich geprägt. Skepsis und Resignation breiten sich aus. Der Kommunismus kann nur in einer Zeit des extrem verschärften Klassenkampfes zu einer materiellen Gewalt werden.
Auch ist die Skepsis gegenüber dem Kommunismus mit der Tatsache verwoben, dass der Marxismus als unreifer Kommunismus in leninistischer Form in rotlackierten Antikommunismus umgeschlagen ist. Das Proletariat wurde in den so genannten „sozialistischen Ländern“ (Sowjetunion, DDR…) von den Staaten, die von marxistisch-leninistischen Politbonzen regiert wurden, in Wirklichkeit kapitalistisch ausgebeutet. Diese Länder waren staatskapitalistisch. Sowohl der Marxismus-Leninismus als auch der bürgerliche Antikommunismus leugnen den staatskapitalistischen Charakter des „Sozialismus“. Der erstgenannte setzte und setzt sich eine „kommunistische“ Maske auf, damit die kapitalistische Fratze nicht gesehen wird, während der bürgerliche Antikommunismus die weit verbreitete proletarische Abscheu gegen den Partei-„Kommunismus“ und seine elendig verreckten scheinbaren Paradiese zur Rechtfertigung von „Marktwirtschaft und Demokratie“ benutzt.
Und doch war der Kommunismus als eine klassen- und staatenlose Gesellschaft eine geschichtliche Tatsache. Weltgeschichtlich hat die Menschheit viel länger in urgesellschaftlichen Zuständen gelebt als in denen, die von Klassenspaltung, Ausbeutung, sozialer Ungleichheit, staatlicher Gewalt sowie Egoismus als psychologischen und mentalen Überbau des permanenten Konkurrenzkampfes aller gegen aller geprägt waren und sind. Die Tatsache, dass die Menschen im Urkommunismus überwiegend gemeinschaftlich-solidarisch, statt egoistisch-individualistisch handelten, zeigt, dass das kollektive menschliche Bewusstsein vom gesellschaftlichen Sein bestimmt wird. In einer klassen- und staatenlosen Gesellschaft ist das Alltagsbewusstsein notwendig überwiegend kollektiv-solidarisch. Und in einer kapitalistischen Klassengesellschaft ist es notwendig überwiegend konkurrenzförmig-egoistisch. Doch auch der Klassenkampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie ist eine nicht zu leugnende Tatsache. In diesem Klassenkampf entwickelt sich ansatzweise eine kollektiv-solidarische Gemeinschaftlichkeit des Proletariats heraus, die tendenziell über die kapitalistische Asozialität hinausweist. Es ist eine zukünftige Möglichkeit, dass sich in einer extremen objektiv-subjektiven Ausnahmesituation der Klassenkampf zur sozialen Revolution zuspitzt. Und dass die soziale Revolution irgendwann einmal nach einer scheinbar endlosen Kette von Niederlagen den Weltkapitalismus zerschlägt und die Bedingungen für die zukünftige globale klassen- und staatenlose Gesellschaft schafft.
Der Kommunismus war also eine geschichtliche Tatsache und ist eine zukünftige Möglichkeit. In dieser Broschüre beschreiben wir den Urkommunismus als eine klassen- und staatenlose Gesellschaft und die Entstehung von Klassengesellschaften. Wir zeichnen nach, wie auch in Klassengesellschaften in Form von Dorfgemeinden und AgrargenossInnenschaften Restbestandteile des Urkommunismus weiterexistierten. Allerdings war dieser „Agrarkommunismus“ bereits der aufgehobene Urkommunismus und wirkte innerhalb von sozialer Ungleichheit, Ausbeutung und staatlicher Verwaltung. Der Kapitalismus kann diesen „Agrarkommunismus“ in Form von GenossInnenschaften als kleinbürgerlich-kollektive Form der Warenproduktion integrieren. Wo der Urkommunismus sich nicht aus sich selbst heraus zu einer Klassengesellschaft entwickelt hat, wurde er von außen entweder vernichtet oder im Konflikt mit fremden Klassengesellschaften durch innere Kräfte selbst aufgehoben. In dieser Broschüre beschreiben wir die kapitalistische Vernichtung beziehungsweise Integration des vorkapitalistischen Kommunismus in Nordamerika/den USA, Australien, England/Irland, Russland und Mexiko. Auch vergleichen wir den vor- und den möglichen nachkapitalistischen Kommunismus.

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