Archiv der Kategorie 'klassenkampf'

Massenstreiks gegen den Krieg in Deutschland (1914-1918)

Vor hundert Jahren, im Januar 1918, entfaltete sich in Deutschland ein Massenstreik gegen den imperialistischen Krieg. Wir veröffentlichen hier das Kapitel „Massenstreiks gegen den Krieg in Deutschland (1914-1918)″ aus der Broschüre „Schriften zum Klassenkampf III“. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

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Als sich der deutsche Imperialismus 1914 anschickte, die Welt neu aufzuteilen, musste die Wirtschaft fit für den Krieg gemacht werden. Die Kapitalbildung musste auf Rüstungsproduktion umgestellt und durch staatliche Eingriffe zentralisiert werden. Es kam zu einer starken Verschmelzung von Staat, Militär und Kapital. Diese enorme, staatsinterventionistische Verschmelzung von ökonomischer und politischer Macht war auch notwendig um den auftretenden ökonomischen und sozialen Krisen entgegentreten zu können. Denn der Krieg, welcher die kapitalistische Krise auf national-imperialistische Weise lösen sollte, führte selbst zu einer Reihe von Krisen.
Eine davon war die Rohstoffkrise, die durch die kriegerische Störung des Welthandels ausgelöst wurde. Der deutsche Staat versuchte das Problem durch die Schaffung von zentralen Planungsinstanzen zu lösen: der „Kriegsrohstoffabteilung“ und später des „Kriegsamtes“. Diese Instanzen verfolgten die Ziele, die knapp werdenden Rohstoffe durch synthetische Ersatzstoffe zu ersetzen und schon lange gemachte Erfindungen endlich in der Rüstungsproduktion umzusetzen.
Doch die Rohstoffkrise, war nicht die einzige, die gelöst werden musste. Da Millionen ArbeiterInnen in den Kriegsdienst des deutschen Imperialismus gepresst wurden, war bald ein Arbeitskräftemangel, vor allem an Facharbeitern, spürbar. Der deutsche Nationalstaat antwortete auf diese Krise mit einem zentralisierten Zuteilungsapparat von Arbeitskraft, dem „Zentralen Arbeitsnachweis“. Der Staat wurde zum Motor einer gewaltigen Umschichtung der ArbeiterInnenklasse in Deutschland. (mehr…)

Annonce: Globale Klassenkämpfe (2015-2017)

Unsere neue Broschüre: „Globale Klassenkämpfe (2015-2017)“ (ca. 120 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Inhalt

Einleitung

1. Weltbourgeoise, globales KleinbürgerInnentum und Weltproletariat

2. Die internationale Politik gegen das Proletariat

3. Der globale Gewerkschaftsreformismus

4. Kapitalistische und staatliche Repression

5. Klassenkämpfe im Chemie- und Energiesektor

6. Auseinandersetzungen in der Textilindustrie

7. Konflikte in der Metallindustrie

8. Klassenauseinandersetzungen im Personen- und Güterverkehr (Logistik)

9. Kämpfe im Gesundheitswesen

10. Klassenkonflikte im Hotel- und Gaststättenwesen

11. Auseinandersetzungen in der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie

12. Konflikte im Einzel- und Versandhandel

13. Kämpfe im Bankgewerbe

14. Klassenkämpfe beim öffentlichen Dienst

15. Branchenübergreifende Massenstreiks

16. Proletarische Straßenbewegungen

17. Klassenübergreifende Straßenbewegungen

18. Kleinbürgerliche soziale Bewegungen

19. Weltrevolutionäre Perspektiven

Einleitung

Wir beschreiben auf den folgenden Seiten einige globale Klassenauseinandersetzungen. Nachdem wir die weltweite Klassenspaltung in Bourgeoisie, KleinbürgerInnentum und Proletariat dargestellt haben, zeigen wir auf, dass die staatliche Realpolitik überall auf der Welt eine kapitalistische ist. Von klassischen privatkapitalistischen Nationen Europas und Nordamerikas bis zum staatskapitalistischen Kuba – das inzwischen genau wie die „kommunistisch“ regierten Länder China und Vietnam auf dem Weg zum Privatkapitalismus ist, wenn es dabei auch noch nicht so weit fortgeschritten ist wie die letztgenannten. Staatliche Politik kann nur prokapitalistisch und damit grundsätzlich sozialreaktionär sein. Bei einer klaren Analyse ist das eine Binsenweisheit, doch für einen großen Teil der kleinbürgerlichen politischen Linken in diesem Land ist diese einfache Erkenntnis ein Buch mit sieben Siegeln. Ihr Internationalismus erschöpft sich darin, linke Regierungen zu unterstützen, die allesamt – genau wie die mittigen und rechten – objektiv strukturelle Klassenfeinde des Weltproletariats sind. Der linke Internationalismus ist eindeutig sozialreaktionär. Und der linksnationale „Antiimperialismus“ ist oft nur ein Spielball des russischen und chinesischen Imperialismus. Wir konfrontieren deshalb den linken Internationalismus und „Antiimperialismus“ mit einer antipolitischen und antinationalen Grundhaltung – die übrigens mit dem reaktionären Prozionismus der „Antideutschen“ nicht das Geringste zu tun hat und im Gegensatz zum rechts- und linkspolitischen Schwachsinn auch wirklich antikapitalistisch ist. (mehr…)

Linke Regierungspolitik ist kapitalistische Politik!

Der Staat im Industriezeitalter: Ideeller oder praktischer Gesamtkapitalist

Politik ist die staatsförmige Organisation der Klassengesellschaft. Der Staat ist ein repressiver Gewaltapparat. Eine staatsförmig organisierte Gesellschaft ist immer eine in Klassen zerrissene. Eine, in der die herrschende Klasse einen Gewaltapparat zur Niederhaltung der unterdrückten und ausgebeuteten Klasse braucht. Eine staatsförmige Gesellschaft kann nur sozialreaktionär sein. Es gab, gibt und es wird niemals „fortschrittliche“ Staaten geben!

In unserer Zeit des triumphierenden Weltkapitalismus und des globalen Marktes muss ein Staat kapitalistisch sein, um sich in der imperialistischen Konkurrenz behaupten zu können. Und in der Tat: Alle Industriestaaten waren und sind kapitalistisch. Nur in den Hirnen und den Märchenbüchern politischer linker KleinbürgerInnen und in dem hirnlosen Wutgeheul von AntikommunistInnen kann es „sozialistische“ oder „ArbeiterInnenstaaten“ geben. (mehr…)

Buchvorstellung und Diskussion

Am Samstag, den 18. November 2017 um 16:00 Uhr im Rahmen der Linken Literaturmesse in Nürnberg Künstlerhaus K 4, Königsstraße 93, wollen wir gemeinsam mit Sozialer Widerstand die Broschüre „Schriften zur russischen Revolution (1917-1921)“ vorstellen. Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen.

Russische Revolution

Klassenkämpfe in der BRD 2. Teil: 1990-2017

Unsere neue Broschüre: „Klassenkämpfe in der BRD 2. Teil: 1990-2017″ (ca. 128 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Einleitung

I. Der Klassenkampf von oben
1. Die Vermehrung des bundesdeutschen Nationalkapitals
2. Produktives und „unproduktives“ proletarisches Elend
3. Privatisierung und Vernichtung des ostdeutschen Kapitals
4. Privatisierung in der Alt-BRD
5. Die bundesdeutsche Politik gegen das Proletariat
6. Kapitalistische und politische Repression

II. Einige Klassenkämpfe von unten
1. Klassenkämpfe in der proprivatkapitalistischen DDR
2. Klassenauseinandersetzungen in der ostdeutschen Kaliindustrie
3. Der Streik für die 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Metallindustrie
4. Opel Bochum
5. Die Schließung von AEG Nürnberg
6. Der Streik bei Gate Gourmet Düsseldorf
7. Gewerkschaftlich geführter Klassenkampf und Tarifschacher der GDL
8. BSH Berlin
9. Klassenkampf und „selbstverwaltete“ Warenproduktion bei Bike Systems (Nordhausen)
10. Klassenkampf und „Anarcho“-Reformismus beim Kino Babylon
11. Streiks bei den Sozial- und Erziehungsdiensten
12. Der Streik bei Neupack
13. Klassenkämpfe bei der Charité
14. Klassenkämpfe im Einzel- und Versandhandel
15. Der Streik bei der Deutschen Post
16. Klassenkämpfe im Flugverkehr 2016
17. Klassenkämpfe der LehrerInnen
18. Klassenkämpfe hinter Gittern

III. Sozialrevolutionäre Perspektiven
1. Notwendigkeiten und Möglichkeiten der sozialen Revolution
2. Objektive und subjektive Bedingungen einer siegreichen Weltrevolution
3. Die Herausbildung sozialrevolutionärer Strömungen

Einleitung

Im 2. Teil von Klassenkämpfe in der BRD schildern wir die Konflikte zwischen Bourgeoisie und Proletariat in den Jahren von 1990 bis 2017. Der I. Abschnitt beschreibt den Klassenkampf von oben, den Kapital und Staat gegen das Proletariat – leider noch sehr erfolgreich – führen. Die relativ erfolgreiche Vermehrung des bundesdeutschen Nationalkapitals ist sowohl Folge als auch Bedingung des Klassenkampfes von oben, weshalb wir diese genauer beschreiben werden. Des Weiteren erläutern wir in diesem Abschnitt auch die 1990 erfolgte politökonomische friedliche Einverleibung Ostdeutschlands durch den bundesdeutschen Imperialismus. Die Privatisierung des ehemaligen ostdeutschen Staatskapitals gab auch den Privatisierungen in der Alt-BRD Vorschub, der die Verwertung des Privatkapitals verbesserte, aber die Arbeits- und Lebensbedingungen des Proletariats und des lohnabhängigen KleinbürgerInnentums verschlechterte. Dieses produktive (Lohnarbeit) und „unproduktive“ Elend (Erwerbslosigkeit) des Proletariats beschreiben wir im I. Abschnitt genauso wie die Politik von rechts, der Mitte und von links, die dieses Elend nur verwalten und reproduzieren kann. Ein Blick auf die kapitalistische und staatliche Repression gegen das klassenkämpferische Proletariat beendet diesen Abschnitt. (mehr…)