Annonce: Der vorkapitalistische Kommunismus

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Inhalt

Einleitung

Vorkapitalistischer Kommunismus
1. Der Urkommunismus als klassen- und staatenlose Gesellschaft
2. Dorfgemeinden und AgrargenossInnenschaften in Klassengesellschaften („Agrarkommunismus“)

Die kapitalistische Vernichtung beziehungsweise Integration des vorkapitalistischen Kommunismus
I. Die kapitalistische Vernichtung des Urkommunismus
1. Allgemeine Betrachtung
2. Nordamerika/USA
3. Australien
II. Die kapitalistische Aufhebung beziehungsweise Integration des „Agrarkommunismus“
1. Allgemeine Betrachtung
2. England/Irland
3. Russland/Sowjetunion
4. Mexiko

Vor- und nachkapitalistischer Kommunismus: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
1. Große soziale Gleichheit beziehungsweise gleiche soziale Ausgangsbedingungen
2. Unmittelbare Produktion für den Bedarf
3. Geschichtliche Tatsache und zukünftige Möglichkeit
4. Werdende und aufzuhebende Klassengesellschaft
5. Niedrige und hohe Produktivität
6. Stamm und Weltgemeinschaft

Einleitung

Proletarische RevolutionärInnen stoßen auch in ihrer Klasse auf weitverbreitete Skepsis und Resignation: „Der Kommunismus mag ja als eine klassen- und staatenlose Gesellschaft eine ganz gute Idee sein, aber leider total utopisch und undurchführbar. Der Mensch ist zu egoistisch für den Kommunismus.“ Diese weitverbreitete sozialpsychologische Reaktion auf den modernen Kommunismus als Befreiungsbewegung hat natürlich eine materielle Basis. Erstens ist dies ein relativ niedriges Niveau des Klassenkampfes in diesem Land. Denn der Klassenkampf hat die Tendenz den bürgerlichen Individualismus im Proletariat zurückzudrängen. Der Klassenkampf schmilzt tendenziell die ProletarierInnen zu einer kollektiv-solidarischen Gemeinschaft zusammen, die auch ansatzweise religiöse, sexistische, nationalistische und rassistische Spaltungen zu überwinden vermag. So erscheint in der klassenkämpferischen Selbstorganisation des Proletariats eine Gemeinschaftlichkeit, die im Alltag unmöglich ist. Im Alltag sind auch ProletarierInnen zuweilen recht ekelhafte Konkurrenzsubjekte. Wenn der nichtklassenkämpferische Alltag den Klassenkampf weit überwiegt, dann ist auch das Proletariat stark kleinbürgerlich geprägt. Skepsis und Resignation breiten sich aus. Der Kommunismus kann nur in einer Zeit des extrem verschärften Klassenkampfes zu einer materiellen Gewalt werden.
Auch ist die Skepsis gegenüber dem Kommunismus mit der Tatsache verwoben, dass der Marxismus als unreifer Kommunismus in leninistischer Form in rotlackierten Antikommunismus umgeschlagen ist. Das Proletariat wurde in den so genannten „sozialistischen Ländern“ (Sowjetunion, DDR…) von den Staaten, die von marxistisch-leninistischen Politbonzen regiert wurden, in Wirklichkeit kapitalistisch ausgebeutet. Diese Länder waren staatskapitalistisch. Sowohl der Marxismus-Leninismus als auch der bürgerliche Antikommunismus leugnen den staatskapitalistischen Charakter des „Sozialismus“. Der erstgenannte setzte und setzt sich eine „kommunistische“ Maske auf, damit die kapitalistische Fratze nicht gesehen wird, während der bürgerliche Antikommunismus die weit verbreitete proletarische Abscheu gegen den Partei-„Kommunismus“ und seine elendig verreckten scheinbaren Paradiese zur Rechtfertigung von „Marktwirtschaft und Demokratie“ benutzt.
Und doch war der Kommunismus als eine klassen- und staatenlose Gesellschaft eine geschichtliche Tatsache. Weltgeschichtlich hat die Menschheit viel länger in urgesellschaftlichen Zuständen gelebt als in denen, die von Klassenspaltung, Ausbeutung, sozialer Ungleichheit, staatlicher Gewalt sowie Egoismus als psychologischen und mentalen Überbau des permanenten Konkurrenzkampfes aller gegen aller geprägt waren und sind. Die Tatsache, dass die Menschen im Urkommunismus überwiegend gemeinschaftlich-solidarisch, statt egoistisch-individualistisch handelten, zeigt, dass das kollektive menschliche Bewusstsein vom gesellschaftlichen Sein bestimmt wird. In einer klassen- und staatenlosen Gesellschaft ist das Alltagsbewusstsein notwendig überwiegend kollektiv-solidarisch. Und in einer kapitalistischen Klassengesellschaft ist es notwendig überwiegend konkurrenzförmig-egoistisch. Doch auch der Klassenkampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie ist eine nicht zu leugnende Tatsache. In diesem Klassenkampf entwickelt sich ansatzweise eine kollektiv-solidarische Gemeinschaftlichkeit des Proletariats heraus, die tendenziell über die kapitalistische Asozialität hinausweist. Es ist eine zukünftige Möglichkeit, dass sich in einer extremen objektiv-subjektiven Ausnahmesituation der Klassenkampf zur sozialen Revolution zuspitzt. Und dass die soziale Revolution irgendwann einmal nach einer scheinbar endlosen Kette von Niederlagen den Weltkapitalismus zerschlägt und die Bedingungen für die zukünftige globale klassen- und staatenlose Gesellschaft schafft.
Der Kommunismus war also eine geschichtliche Tatsache und ist eine zukünftige Möglichkeit. In dieser Broschüre beschreiben wir den Urkommunismus als eine klassen- und staatenlose Gesellschaft und die Entstehung von Klassengesellschaften. Wir zeichnen nach, wie auch in Klassengesellschaften in Form von Dorfgemeinden und AgrargenossInnenschaften Restbestandteile des Urkommunismus weiterexistierten. Allerdings war dieser „Agrarkommunismus“ bereits der aufgehobene Urkommunismus und wirkte innerhalb von sozialer Ungleichheit, Ausbeutung und staatlicher Verwaltung. Der Kapitalismus kann diesen „Agrarkommunismus“ in Form von GenossInnenschaften als kleinbürgerlich-kollektive Form der Warenproduktion integrieren. Wo der Urkommunismus sich nicht aus sich selbst heraus zu einer Klassengesellschaft entwickelt hat, wurde er von außen entweder vernichtet oder im Konflikt mit fremden Klassengesellschaften durch innere Kräfte selbst aufgehoben. In dieser Broschüre beschreiben wir die kapitalistische Vernichtung beziehungsweise Integration des vorkapitalistischen Kommunismus in Nordamerika/den USA, Australien, England/Irland, Russland und Mexiko. Auch vergleichen wir den vor- und den möglichen nachkapitalistischen Kommunismus.


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