Annonce: Globale Klassenkämpfe (2013-2015)

Unsere neue Broschüre: „Globale Klassenkämpfe (2013-2015)“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de bestellen.

Inhalt

Einleitung
I. Der politische Klassenkampf von oben
1. Die globale Vermehrung der Nationalkapitale
2. Kapitalistische Wirtschafts- und Sozialpolitik als Klassenkampf von oben
3. Staatliche Repression und Gewerkschaften

II. Kämpfe der doppelt freien Lohnabhängigen
1. Textilindustrie
2. Bergbau
3. Metallindustrie
4. Personen- und Güterverkehr (Logistik)
5. Landwirtschaft und Lebensmittelindustriein
6. Gaststätten und Hotels
7. Einzel- und Versandhandel
8. Pflege und Gesundheitswesen
9. Bildung, Kinderbetreuung und Wissenschaft
10. Reinigungsgewerbe
11. Öffentlicher Dienst
12. Branchenübergreifende Massenstreiks und proletarische Straßenbewegungen

III. Klassenkämpfe des negativ freien Proletariats
1. MigrantInnen
2. Inhaftierte

Einleitung

Unsere Broschüre beschreibt die globalen Klassenauseinandersetzungen zwischen 2013 und 2015. Der I. Teil beschreibt den politischen Klassenkampf von oben, der international von den Nationalstaaten gegen das Weltproletariat und das globale lohnabhängige KleinbürgerInnentum geführt wird. Sowohl die Kooperation als auch die Konkurrenz der Nationalkapitale, welche den Weltkapitalismus bilden, findet auf den Rücken der Lohnabhängigen und den nichtlohnarbeitenden Schichten des Proletariats (Erwerbs- und Obdachlose) statt. Überall auf der Welt – auch im linken Venezuela und auf der „sozialistischen“ (staatskapitalistischen) Karibikinsel Kuba – wird kapitalistische Wirtschafts- und Sozialpolitik als Klassenkampf von oben betrieben, die durch staatliche Repression abgesichert wird.
Der II. Teil beschreibt einige globale Kämpfe der doppelt freien Lohnabhängigen. Diese bilden weltweit all jene Menschen, die sowohl frei von den Produktionsmitteln sind als auch über eine freie Persönlichkeit verfügen. Die negative Freiheit, also die Trennung von den Produktionsmitteln, führt dazu, dass die freien proletarischen Persönlichkeiten auf den Arbeitsmärkten ihre eigene Arbeitskraft an das Kapital, das produktionsmittelbesitzende KleinbürgerInnentum oder an Institutionen (Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Staaten…) vermieten müssen. Das ist der stumme Zwang der Verhältnisse, der zur kapitalistischen Ausbeutung führt. Und weltweit zu Klassenkämpfen. Die Subjekte dieses globalen Klassenkampfes von unten stellen das lohnabhängige Proletariat und KleinbürgerInnentum dar. Der Unterschied zwischen den beiden lohnabhängigen Klassen ist der, dass das nichtselbständig arbeitende KleinbürgerInnentum im Gegensatz zum Proletariat entweder eine relativ privilegierte Stellung innerhalb der bürgerlichen Arbeitsorganisation einnimmt (ÄrztInnen, IngenieurInnen, ProfessorInnen, alle StaatsbeamtInnen sowie das kleinere und mittlere Leitungspersonal) oder repressive Funktionen (Bullen, SoldatInnen in Berufsarmeen oder privaten SöldnerInnenfirmen sowie MitarbeiterInnen von Geheimdiensten) ausüben.
Unsere Darstellung der globalen Kämpfe der doppelt freien Lohnabhängigen gliedert sich nach einzelnen Branchen – und spiegelt auf diese Weise eine entscheidende Schwäche des globalen Klassenkampfes wider. Nicht nur, dass dieser kaum die Grenzen der Nationalstaaten überwindet, er ist auch noch innerhalb der einzelnen Länder auf verschiedene Branchen und sogar Einzelbetriebe aufgesplittert. In den zwei letzten Kapiteln des II. Teiles, die sich mit den globalen Klassenkämpfen im Öffentlichen Dienst und mit weltweiten branchenübergreifenden Massenstreiks und proletarischen Straßenbewegungen beschäftigt, beschreiben wir aber auch die keimhaften Ansätze der Lohnabhängigen, diese Zersplitterung und Aufspaltung aktiv im Kampf zu überwinden.
Der III. Teil unserer Broschüre beschreib die weltweiten Klassenkämpfe des negativ freien Proletariats, also jener Menschen, die zwar negativ frei von Produktionsmitteln sind, aber über eine nur sehr eingeschränkte oder gar keine positive Markt- und politische Freiheit verfügen. Auch in Demokratien entscheiden letztendlich über das Maß der ökonomischen und politischen Rechte der Markt und der Staat. Proletarische „AusländerInnen“ und Inhaftierte besitzen im Vergleich zu den doppelt freien Lohnabhängigen weltweit einen viel schlechteren Rechtsstatus. Das prägt auch ihren Kampf, wie wir beschreiben werden.